Rot Weiss Ahlen Frauen

Eine richtige Berg- und Talfahrt mit allen Höhen und Tiefen erlebten die Bezirksliga Fußballerinnen von Rot Weiss Ahlen in der Hinrunde. Zunächst gelang ihnen im Westfalenpokal eine faustdicke Überraschung, als sie den Landesligisten SC Wiedenbrück mit 2:1 besiegten und erstmals in der Vereinsgeschichte in die zweite Runde des Pokals eingezogen sind. Kurz darauf, trafen sie im Kreispokal mit SV Germania Stirpe auf den Pokalsieger der letzten Saison und auch gegen den Landesligisten behielten sie mit 3:2 die Oberhand. Auch der Start in die Bezirksligasaison war brilliant, sie gewannen die ersten drei Spiele, doch dann unterlagen sie im Derby bei der SpVgg Oelde und da kam ein erster kleiner Knacks für das Team von Trainer Marco Beyer. „Wir haben Oelde einfach unterschätzt, das war eine bittere Niederlage!“ Danach musste er auf seine etatmäßige Torhüterin Anna Kilwinski verzichten. „Sie hat sich mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen ganz abgemeldet. Für uns war es schwer, die Postion im Tor zu besetzen. Gleich vier Feldspielerinnen versuchten sich daran. Das war so weit auch in Ordnung, aber in der Bezirksliga kann man ohne gelernte Torhüterin nur bedingt mithalten“ so Beyer. In der Folge wurde die Personalnot im Kader immer größer. „Fast in jedem Spiel verletzte sich eine weitere Spielerin schwer. Das war einfach nicht normal!“ Es war sogar so dramatisch, dass wir in der zweiten Runde des Westfalenpokals nicht einmal elf Spielerinnen zusammen bekommen haben und die Partie kampflos abgeben mussten“ ärgert sich Beyer immer noch über die Verletztenmisere. Dabei war es für ihn schon ein Glücksfall, dass der Verein eine zweite Mannschaft ins Leben gerufen hat. „Wenn wir die zweite Mannschaft und die spielberechtigten Spielerinnen aus der U17 nicht gehabt hätten, wäre es fast unmöglich gewesen bei einigen Spielen anzutreten“ so Beyer. Es folgte das negativste Highlight der Hinrunde. Mit einem guten Gefühl und mit nur wenigen Punkten Rückstand mussten die Ahlenerinnen beim Tabellenführer Borussia 07 Münster antreten, doch statt, wie erhofft weiter an die oberen Tabellenplätze heranzukommen, wurde das Spiel mit sage und schreibe 8:1 verloren. Am Ende setzte es drei Niederlagen in Folge. „Ich habe die Winterpause ehrlich gesagt herbeigesehnt, denn in der Pause konnten sich alle auskurieren und wieder neu angreifen“ Nun geht es in diesem Jahr wieder los. Der Trainer hat seinen Spielerinnen „Hausaufgaben“ mitgegeben. Individuell für jeden persönlich zugeschnitten, damit alle perfekt in die Vorbereitung starten können. Gleich sechs Testspiele stehen auf dem Programm, in denen sich auch die beiden Neuzugänge einspielen können. Mit Emily Wittkowski (PFSV Gütersloh) kommt eine Torhüterin aus der Junioren-Bundesliga zurück an die Südenkampfbahn und wird in der Rückrunde hoffentlich ein starker Rückhalt der Mannschaft werden. Für den Defensivbereich konnte Beyer mit Nia Urban eine Westfalenliga Spielerin vom VfL Bochum überzeugen, sich das Rot-Weisse Trikot überzuziehen. Beide sind ab sofort spielberechtigt. „In der Vorbereitung werden wir sehen, wie weit wir sind, denn das ausgefallene Pokalspiel gegen die SpVgg Oelde steht auf dem Programm. Das wird eine echte Prüfung“ freut sich Marco Beyer schon auf die nächsten Aufgaben. In der Rückrunde möchte der Übungsleiter so schnell wie möglich Punkte sammeln, damit die Saison bestmöglich abgeschlossen werden kann.

Fotos von Marc Kreisel