Heimspiele gegen Wegberg-Beeck und Lippstadt richtungsweisend

Nach der 0:6 (0:5)-Niederlage beim Tabellenführer Borussia Dortmund II am Samstag stehen für RW Ahlen in dieser Woche noch zwei Heimspiele an. Los geht es am Mittwoch, 20. Oktober, 19.30 Uhr gegen den FC Wegberg-Beeck. Am Samstag, 24. Oktober, ist dann der SV Lippstadt 08 im Wersestadion zu Gast.

Der FC Wegberg-Beeck grüßt als Tabellen-19., während Ahlen derzeit Tabellenletzter ist. Wegberg-Beeck konnte in den vergangenen sechs Partien keinen Sieg für sich verbuchen. Ahlen holte in den letzten drei Heimspielen nur drei Punkte und musste in dieser Saison schon 20 Gegentreffer hinnehmen – so viele wie kein anderes Team in der Liga. Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung der Stadt Ahlen sind derzeit nur 100 Zuschauer zugelassen. Soweit die Fakten vor dem Kellerduell.

Aber natürlich geht es auch um Emotionen. Nach der Klatsche gegen allerdings vor allem in der ersten Halbzeit famos aufspielende Dortmunder saß der Frust bei der Mannschaft tief. „Das war schon ein Schlag in die Magengrube“, konstatiert Ahlens Coach Björn Mehnert, der seine Spieler daraufhin am Sonntag zu einer Extra-Schicht einbestellt hat. Auf dem Programm standen ein lockerer Lauf und viele Gespräche: „Ich wollte nicht, dass die Jungs alleine zuhause sitzen und grübeln. Stattdessen sollten sie den Kopf zumindest ein wenig frei bekommen“, so Mehnert weiter.

Wie gut das geklappt hat, wird sich am Mittwoch gegen Wegberg-Beeck zeigen. „Natürlich sind die Jungs derzeit verunsichert, aber ich glaube an sie“, sagt Mehnert. Man schaffe es aber nur gemeinsam, sich aus der derzeitigen Situation zu befreien, so Mehnert weiter und nimmt dabei auch das Umfeld in die Pflicht: „Es sind zwar nur 100 Zuschauer erlaubt, aber während der 90 Minuten brauchen wir jede einzelne Stimme.“ Zumindest personell kann der Trainer fast wieder aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Kapitän Sven Höveler, der zumindest wieder ins Training eingestiegen ist, sind alle Spieler fit. Neuzugang Jan Holldack war am Samstag noch nicht spielberechtigt, darf aber am Mittwoch erstmals im Ahlener Trikot auflaufen. „Er hat den Vorteil, dass er am Mittwoch ganz unbelastet in das Spiel gehen kann“, erklärt Björn Mehnert. Für den Ahlener Coach sind die beiden nächsten Partien richtungsweisend. Minimalziel sind daher wenigstens vier Punkte aus den beiden Heimspielen. Damit dies klappt, wünscht sich Mehnert ein wenig Matchglück: „Da hatten wir in dieser Saison bisher immer das Nachsehen.“

Nach dem Spiel in Dortmund geht es für (v.l.) Koray Kacinoglu und Arda Nebi am Mittwoch gegen Wegberg-Beeck weiter Bild: Sarah Wick