Dominic Möller: Vom Werse-Wikinger zum Funktionär

Dominic Möller freut sich auf die neue Herausforderung Bild: Sarah Wick

Jahrelang war sein Stammplatz in der Fankurve, jetzt wechselt Dominic Möller die Seiten und möchte sich im Verein als Funktionär engagieren. „Wir schaffen das nur gemeinsam“, ist sein Motto. Was sich der 35-jährige Unternehmer konkret vorgenommen hat, lest Ihr im Interview.

Was war deine erste Begegnung mit dem Verein und woran erinnerst du dich gerne zurück? 
Dominic Möller:
Das war im Jahr 2000 und ich erinnere mich sehr gut an die Kulisse im Stadion. Dies war der Zeitpunkt, als Peter Neururer verpflichtet wurde und eine Serie gestartet wurde.

Irgendwann hattest Du deinen Stammplatz in der Fankurve. Was hat das Fanfieber bei dir ausgelöst? 
Dominic Möller: Der Zusammenhalt in der Kurve hat mich mitgerissen Ich bin damals Mitglied der Werse-Wikinger geworden. Da ich noch nicht volljährig war, bin ich zu jedem Spiel mit der Bahn angereist. 

Was war für Dich der schönste Moment ans Fan?
Dominic Möller: Es gab mehrere Highlights! Natürlich der Nicht-Abstieg in München, als wir persönlich mit dem privaten Pkw angereist sind und uns mit gegnerischen Fans in der Kneipe das ein oder andere Bier gegönnt haben. Denn am Ende hatten beide etwas zu feiern: Ahlen den Klassenerhalt und 1860 das letzte Spiel an der Grünwalder Straße.
Und natürlich das 4:3 an einem Montag gegen Mainz 05.Das war ein total verrücktes Spiel. 

Ich brenne für den Fußball“

Jetzt möchtest Du dem Verein etwas zurückgeben und dich als Funktionär engagieren. Was war da der Auslöser?
Dominic Möller:
Im Grunde genommen brenne ich immer noch für mein Hobby Fußball. Beim Hammer SC 08 war ich bis vor zwei Jahren nach meiner aktiven Zeit als Hobby-Fußballer 2013 als Teamleiter und Sponsor tätig. Eigentlich wollte ich mich danach ganz meiner Familie widmen, aber als ich von der Möglichkeit von Ahlen hörte, war der Ehrgeiz wieder gepackt, etwas zu bewegen.

Entweder 100 Prozent oder gar nicht!“

In welchem Bereich willst du dich besonders engagieren?
Dominic Möller:
Also zunächst einmal möchte ich im Hintergrund die Strukturen und Bereiche sowie handelnden Personen kennen lernen. Zudem möchte ich, neben dem Sponsoring, meine vorhandene Erfahrung im Bereich des Fußballes sowie Unternehmensführung einbringen. Dies geschieht natürlich nicht von heute auf morgen, aber die Basis ist vorhanden. Mein Unterstützungsangebot ist bei der Vereinsführung auf breite Zustimmung gestoßen. Ich bin bereit, mit anzupacken und wer mich kennt der weiß: Entweder 100 Prozent oder gar nicht!  

Was für Ziele hast du dir für die Mitarbeit im Verein gesetzt?
Dominic Möller:
Kurzfristig ist das Ziel, neben dem sportlichen Erfolg und dem damit verbundenen Klassenhalt der 1. Mannschaft, die vorhandenen Strukturen zu verbessern und unterstützend zu wirken. Ein ganz wichtiger und nicht zu unterschätzender Faktor ist die Jungendarbeit. Das Ziel ist ganz klar, sowohl im Bereich der 1.Mannschaft, der Jugendmannschaften als auch im wirtschaftlichen Gebiet, sich Stück für Stück weiter zu entwickeln und das Maximum aus dem Verein heraus zu holen. Das geht nur gemeinsam. Der Erfolg kommt dann von ganz alleine. Dafür gibt es gerade im Fußball genügend Beispiele, wie den SC Freiburg, wo mit einem guten Konzept über Jahre hinweg erfolgreich und in Ruhe gearbeitet wird. Packen wir es also an! 

Dominic Möller 
Möller ist seit fast zehn Jahren als Geschäftsführer und Gründer der Firma DM Autoteile GmbH tätig. Die Firma hat seit 2015 den Sitz im Industriegebiet Olfetal, beschäftigt weit mehr als 40 Angestellte und beliefert ganz Europa mit Autoteilen im Bereich Karosserie + Tuning im Internet. Seit 2020 verfügt das Unternehmen über eine KFZ Werkstatt sowie Lackiererei, wo Kunden Komplettpakete zur Umrüstung sowie Instandsetzung angeboten werden. Das Konzept ist einzigartig in Deutschland.
In den kommenden Jahren ist die Gründung eines Autohauses sowie eine umfangreiche Erweiterung im Bereich Olfetal geplant.