Ahlen verabschiedet sich mit viertem Sieg in Serie in Pause

Kann Abstiegskampf Spaß machen? Er kann! Das beste Beispiel dafür ist Rot Weiss Ahlen. Die Wersekicker haben nach dem Debakel auf Schalke eine furiose Siegesserie hingelegt und beenden die Regionalliga-Saison auf Platz 18. Mit einem 0:3-Sieg beim VfB Homberg am 40. und letzten Spieltag verabschieden sich die Rot Weissen in die mehr als verdiente Sommerpause.

Rot weisse Wand – mit (v.l.) Yasin Altun, Kevin Kahlert, Bennet Eickhoff und Rene Lindner Bild: Henning Wegener

Nach dem 5:1-Erfolg im Hinspiel gegen den VfB Homberg nun also ein 0:3-Erfolg in Homberg. Gleich zu Beginn legt Ahlen selbstbewusst los. Hat in Minute sechs eine gute Möglichkeit durch Romario Wiesweg und einen Wimpernschlag später durch Gianluca Marzullo. Eine Minute später versucht es René Lindner per Kopf. Aber die zwei Dutzend Ahlener Fans, die hinter dem Zaun des PCC-Stadions bei leichtem Nieselregen ausharren, müssen sich noch gut zehn Minuten gedulden, bis in Duisburg-Homberg das erste Tor fällt. Ahlens Nummer 19, Timon Schmitz, sorgt in der 18. Minute für die 0:1-Führung.

Nach der Halbzeit der erste Wechsel bei den Ahlenern: Ilias Anan kommt für den Torschützen Timon Schmitz und hat zwei Minuten später selbst die erste Großchance. In der 56. Minute vollstreckt Anan dann zum 0:2. In der 74. Minute erhöht Gianluca Marzullo zum 0:3. Pünktlich zur 90. Minute dann der Abpfiff. Schiedsrichter Patrick Holz lässt keine Minute mehr nachspielen und der Ahlener Party-Spaß kann beginnen. Dass selbst der Abstiegskampf Spaß machen kann, haben die Wersekicker mehr als bewiesen, aber noch mehr Spaß macht das Feiern des Klassenerhalts!

Überglücklich präsentierte sich dann auch Torschütze Timon Schmitz im Interview: „Nach drei Siegen in Folge sind wir heute selbstbewusst aufgetreten. Der vierte Sieg war dann noch das i-Tüpfelchen. Jetzt sind wir natürlich alle super glücklich“, sagt Ahlens Nummer 19 und strahlt. Und natürlich war auch der Ahlener Trainer nach dem vierten Sieg in Folge super happy: „Ich habe den Jungs vor dem Spiel noch mal erklärt, warum dieses Spiel so wichtig ist: Der Anfang und das Ende bleibt im Kopf. Am Anfang war ich nicht dabei, deshalb war es umso wichtiger, dass wir bis zum Ende seriös durchspielen und das haben die Jungs heute überragend gemacht. Für mich war es keine Frage, ob wir gewinnen, weil diese Mannschaft Charakter hat. Das haben wir heute mal wieder bewiesen. Mit den drei Toren gegen Homberg haben wir insgesamt 50 Tore geschossen. Dafür gibt es noch einmal eine Extra-Belohnung vom Trainer-Team für die Jungs.“