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„Wir sind jetzt gefordert“ – Mehmet Kara im Interview

Mehmet Kara geht vorweg. Der 34-jährige Spielmacher läuft und läuft und läuft. Gerade noch im Angriff, hilft der Ex-Profi im nächsten Augenblick schon wieder am eigenen Strafraum mit aus. Doch Einstellung und Leistung stimmen nicht nur bei ihm. Die gesamte Ahlener Mannschaft spielt einen guten Fußball und beweist gerade beim Aufholen von Rückständen Charakter. Doch genau das ist einer der Knackpunkte, warum die Ergebnisse zuletzt ausblieben. Zu viele Fehler hinten und zu viele ungenutzte Chancen vorne. Wie Mehmet Kara die aktuelle Situation sieht und wie es nun weitergeht, das erzählt er uns im Interview:

Mehmet, selbst einen Spieler mit deiner Erfahrung treibt ein Spiel wie gegen Holzwickede doch sicherlich zur Verzweiflung, oder?

„Das kann man wohl sagen. Es war aber nicht nur dieses eine Spiel. Wir haben schon viele Begegnungen, in denen wir spielbestimmend waren, absolut unnötig aus der Hand gegeben, wobei die Partie gegen Holzwickede schon sehr speziell war. Solch ein Spiel nicht zu gewinnen, das habe ich in meiner Karriere auch noch nicht erlebt.“

Unsere spielerischen Leistungen waren an den meisten Spieltagen ansehnlich und in nahezu allen Fällen waren wir nicht schlechter als der Gegner. Dennoch wurden viel zu wenige Punkte geholt. Letzte Woche in Siegen haben wir als die bessere Mannschaft verloren und auch gestern war es 90 Minuten lang ein Spiel auf ein Tor. Gibt es eine Erklärung, warum wir am Ende so wenig Zählbares vorzuweisen haben?

„Tatsächlich ist es so, dass wir nicht schlecht spielen oder den anderen Teams unterlegen sind. Wir haben einfach zu viele individuelle Fehler in unseren Spielen, die fast immer brutal bestraft wurden. Dazu kommt das fahrlässige Auslassen unserer vielen Torchancen. Nimmt man beides zusammen, ist es trotz unserer guten Leistungen nicht verwunderlich, so wenig Punkte gesammelt zu haben.“

Beim 0:1 vor einigen Wochen gegen Sprockhövel entschied ein falscher Elfmeterpfiff die Partie gegen uns. Diesmal waren es zwei äußerst fragwürdige Pfiffe, die wieder zu zwei entscheidenden Gegentoren führten. Würdest du sagen, dass in manchen Momenten auch das nötige Glück fehlt und spielentscheidende Situationen häufig gegen uns gepfiffen wurden?

„Zu der Entscheidung, nach diesem Zweikampf einen Elfmeter zu geben, möchte ich gar nichts sagen. Es ist mehr als ärgerlich, doch wir hatten zuvor natürlich mehrere klare Chancen um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Es kann nicht sein, dass wir dann über Entscheidungen des Schiedsrichters reden, wenn wir selbst so viele Möglichkeiten brauchen um Tore zu schießen. Dann wäre die Szene am Ende kaum erwähnenswert gewesen.“

Am kommenden Sonntag geht’s zum Ligaschlusslicht nach Gütersloh. In unserer Situation darf hier nichts anderes als ein Auswärtssieg zählen, oder?

„Unabhängig davon ob der kommende Gegner Gütersloh heißt oder nicht. Selbst wenn wir gegen den Tabellenführer spielen würden, versuchen wir jedes Spiel zu gewinnen. Wir sind jetzt gefordert und müssen dreifach punkten, das ist klar und nach den vergangenen Wochen sind wir das unseren Fans auch schuldig. Viele Patzer dürfen wir uns in den Partien bis zur Winterpause nicht mehr erlauben.“

Du hast als Fußballer viel erlebt und kannst die Dinge sehr gut einschätzen. Wie siehst du die Entwicklung der Mannschaft, was muss unbedingt verbessert werden und was denkst du, wohin unser Weg bis zur Winterpause führt?

„Die momentane Situation ist schwierig und natürlich nicht schön. Derzeit sind wir in einer Phase, in der vieles gegen uns zu laufen scheint. Positiv kann man sagen, dass die Mannschaft intakt ist. Wir holen mit viel Moral und Willen immer wieder Rückstände auf und spielerisch bin ich weiterhin davon überzeugt, dass wir zu den besseren Teams in der Liga zählen. Wir glauben jedenfalls fest an unsere eigenen Stärken und kämpfen immer bis zur letzten Minute für den Sieg und diese Einstellung ist enorm wichtig. Wir müssen im Abschluss aber effektiver werden und besonders die eigenen Fehler minimieren. Daran arbeiten wir und dann kommen wir bald auch da unten wieder raus, ganz sicher.“

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