Auf geht’s! Holt euch den Pokal!

VfL Kemminghausen, Concordia Wiemelhausen, SpVg Brakel, SC Wiedenbrück und SV Lippstadt 08. Über diese Stationen ist Rot Weiss Ahlen bis ins Finale des Krombacher-Westfalenpokals vorgestoßen. Am Samstag (12:30 Uhr Anstoß) steht unser Team nun im großen Endspiel und darf im eigenen Wohnzimmer, dem Wersestadion, gegen den Ligakonkurrenten SG Wattenscheid 09 um den Titel kämpfen. Zum vierten Mal steht Ahlen im Endspiel dieses Wettbewerbs. 2011 (gegen Wiedenbrück) und 2007 (gegen Verl) gab es zwei Niederlagen. Einzig 1998 (gegen Münster) setzte sich unser Club die westfälische Pokalkrone auf. Es ist an der Zeit, diesen Erfolg nach 18 Jahren zu wiederholen.

Für beide Mannschaften ist es das letzte Spiel der Saison. Eines hatten beide Teams in der Regionalliga gemeinsam: Ahlen und Wattenscheid waren die Überraschungen der Saison. Wattenscheid war mit dem Ziel Klassenerhalt gestartet und knickte erst in den letzten Wochen in der Tabelle etwas ein. Zuvor waren die Jungs von Trainer Farat Toku lange Zeit in den Top 3 der Tabelle. Am Ende beendete man die Spielzeit auf einem tollen achten Rang, mit dem vorher sicherlich niemand gerechnet hätte. Noch weniger hätte man darauf gesetzt, dass der Verein mit dem kleinsten Etat die riesige Hürde Klassenerhalt bewältigt. Rot Weiss Ahlen hat es am Ende sensationell geschafft und nach einer herausragenden Rückrunde gleich sechs Mannschaften hinter sich gelassen. Beide Clubs haben sich das Pokalfinale als Krönung mehr als verdient.

Das Ziel für beide Vereine ist klar: Der Westfalenpokal soll her. Für den Sieger gibt’s nicht nur etwas für die Pokalvitrine. Der Gewinner qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals und darf sich im Spätsommer womöglich auf Bayern München oder Borussia Dortmund freuen. Insgesamt 17 deutschlandweite Landespokalendspiele werden am Samstag über den Tag verteilt live im Rahmen vom “Finaltag der Amateure“ in der ARD übertragen. Am Schönsten ist es allerdings, wenn man bei diesem großen Ereignis live im Stadion mitfiebern kann. Daher hoffen alle Beteiligten auf viele Fußballfans, die den Weg ins Wersestadion finden. RWA-Trainer Andree Kruphölter wird alles daran setzen, dass sein Team ähnlich auftritt wie beim 2:1-Sieg am letzten Spieltag in Mönchengladbach. Wenn das gelingt, könnte das Heimspiel-Finale für ganz Ahlen zu einem Tag für die Geschichtsbücher werden.