Marzullo und Yilmaz drehen die Partie

Rot Weiss Ahlen hat einen ganz wichtigen Heimsieg eingefahren. Im ersten Heimauftritt des Jahres holte die Elf von Marco Antwerpen einen 3:1-Erfolg gegen den SC Wiedenbrück. Der eingewechselte Gianluca Marzullo brachte Rot Weiss dabei mit zwei Toren auf die Siegerstraße. Bei der Aufstellung überraschte Antwerpen und schickte Julius Richter als Sturmspitze ins Rennen. Dieser hatte in der 5. Minute auch direkt die erste Chance der Partie, sein Kopfball landete jedoch in den Armen von Gästekeeper Marcel Hölscher. Auf der anderen Seite machte Wiedenbrück mehr aus der ersten Möglichkeit und zwar das 1:0 in der 11. Minute. Der Ball wurde nach einer Ecke verlängert und am zweiten Pfosten staubte Tobias Puhl ab.

Glück hatte unser Team kurz darauf, als es eine identische Szene gab. Wieder Ecke für Wiedenbrück und wieder erreichte der Ball Puhl, doch diesmal landete sein Kopfball nur am Pfosten (18.). Die Gäste hatten die besseren Chancen, während Ahlen lange Zeit enttäuschte. Nach einer halben Stunde setzte sich der starke Herbert Bockhorn auf der rechten Seite durch, traf aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz. Es war ein zerfahrenes Spiel mit vielen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Man merkte, dass sowohl Ahlen als auch Wiedenbrück zuletzt drei Wochen lang kein Pflichtspiel absolvieren konnten. Zehn Minuten vor der Pause wurde dann Julius Richter von Felix Backszat in Szene gesetzt, frei vor dem Tor war sein Abschluss aus 20 Metern allerdings viel zu unpräzise und kein Problem für Hölscher.

Nach der Halbzeit wurde unsere Mannschaft endlich stärker. Marco Antwerpen hatte in der Kabine die richtigen Worte gefunden und brachte Aygün Yildirim für Ihab Darwiche. Die erste Gelegenheit im zweiten Abschnitt gehörte aber der Elf von Alfons Beckstedde. Julian Wolff, der auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ein Extralob seines Trainers erhielt, klärte auf der Linie, nachdem Tobias Puhl den Ball bereits aus Sören Stauder vorbeigelegt hatte (49.). Auch wenn Rot Weiss nun besser in der Partie war, so dauerte es trotzdem bis zur 69. Minute, ehe es vor dem Tor einmal richtig gefährlich wurde. Diese eine Chance wurde aber direkt genutzt und zwar von Gianluca Marzullo, der wenige Minuten zuvor eingewechselt wurde. Yildirim ließ die Hereingabe von Cihan Yilmaz durch auf Marzullo, der zum 1:1 vollendete.

Bild2Der SCW wirkte nach dem Ausgleich perplex. Felix Bechtold, der heute 25 Jahre alt wurde, konnte die Situation aber nicht ausnutzen, als sein Kopfballversuch knapp am Tor vorbei ging (73.). Die 83. Minute lief inzwischen, als Yilmaz einen Freistoß auf Wolff brachte, dessen Kopfball bei Marzullo landete und vom Deutsch-Italiener zum 2:1 im Netz untergebracht wurde. Ahlen verdiente sich auf den letzten Metern noch den Sieg und konnte in der Nachspielzeit sogar das 3:1 nachlegen. Carsten Strickmann foulte Cihan Yilmaz im Strafraum und der Routinier verwandelte den Elfmeter selbst zum 3:1. Damit war der 32-Jährige an allen drei Toren direkt beteiligt und Rot Weiss Ahlen holt drei wichtige Zähler bei der Mission Klassenerhalt.

In der Liga geht’s für unser Team schon am Dienstag weiter. Dann sind wir ab 19:30 Uhr zu Gast bei der U21 vom 1. FC Köln. Glückauf!


 

Trainerstimmen:

Marco Antwerpen: „Wir haben uns sehr schwer getan und man konnte merken, dass uns das frühe Gegentor schwer geschockt hat. Der Einsatz in der ersten Halbzeit hat mir nicht gefallen. Erst in der zweiten Hälfte hat die Mannschaft eine ganz andere Einstellung an den Tag gelegt und das Spiel noch gedreht. Jetzt wollen wir in Köln nachlegen.“

Alfons Beckstedde: „Wir hatten das Glück, in der ersten Halbzeit schnell in Führung zu gehen. Ahlen ist im ersten Durchgang im Spiel nach vorne auch nicht viel eingefallen. In der zweiten Halbzeit waren Chancen für uns da aber auch Ahlen ist dann wieder näher ran gekommen. Zum Ende heraus hat Ahlen das Spiel dann verdient gewonnen.“


Rot Weiss Ahlen:

Stauder – Wiese, Wolff, Weiler, Dahlhoff – Hönicke (62. Bechtold), Fiore – Yilmaz, Backszat, Darwiche (46. Yildirim) – Richter (56. Marzullo)

SC Wiedenbrück:

Hölscher – Rogowski, Strickmann, Twyrdy, Volkmer – Spinrath, Chato, Lauretta, Bockhorn (72. Stojanovic) – Puhl, Batarilo

Tore:

0:1 Puhl (11.), 1:1 Marzullo (69.), 2:1 Marzullo (83.), 3:1 Yilmaz (90., Foulelfmeter)

Gelbe Karten:

– / Lauretta, Strickmann

Zuschauer:

742

Schiedsrichter:

Philipp Hüwe