90 Sekunden mit Arne Kampe

Am Samstag (Anstoß 14 Uhr) kehrt Keeper Arne Kampe mit Rot Weiss Ahlen an seine alte Wirkungsstätte beim SC Verl zurück. Der 25-Jährige spielte von 2010 bis 2014 an der Verler Poststraße und konnte mit dem Sportclub etliche erfolgreiche Regionalligaspiele bestreiten. Vor unserem Gastspiel am Samstag stand Arne Kampe uns 90 Sekunden lang Rede und Antwort:

 

Arne, du hast 66 Pflichtspiele für Verl bestritten. An welche davon denkst du besonders gerne zurück?

Da fallen mir als erstes die Spiele in Münster und Essen ein, die wir jeweils mit 1:0 vor fünfstelligen Zuschauerkulissen gewinnen konnten. Gerade das Spiel in Essen war sehr speziell, da der Platz komplett überflutet war und das Spiel eigentlich niemals hätte stattfinden dürfen. Außerdem habe ich einmal im Pokal gegen den SV Lippstadt 08 in allerletzter Minute per Flugkopfball den Ausgleich für Verl erzielt. Das passiert ja als Torwart auch nicht allzu oft.

Der SC Verl spielt seit Jahren immer eine richtig gute Rolle in der Regionalliga. Was macht es für gegnerische Teams so schwierig?

Der Verein wirtschaftet seit Jahren solide und übernimmt sich nicht. Die meisten Spieler haben ein zweites Standbein neben dem Fußball und die Kameradschaft war in meiner Zeit wirklich immer super. Dadurch spielen viele Jungs schon ziemlich lange dort und der SC Verl ist somit die wahrscheinlich eingespielteste Mannschaft der Liga. Außerdem haben sie mit Golo (Andreas Golombek) einen sehr erfahrenen Trainer, der immer für einen Spaß zu haben ist aber auch weiß, wann er auf den Tisch hauen muss.

In dieser Saison hat unser kommender Gegner allerdings erst zwei der sieben Heimspiele gewonnen. Wie groß sind unsere Chancen am Samstag?

Wenn wir hinten gut stehen und lange die Null halten bin ich mir sicher, dass wir, wie auch gegen jede andere Mannschaft, etwas mitnehmen können.

Du hast es bereits erwähnt, dass viele Spieler in Verl schon seit Jahren zusammen spielen. Dementsprechend viele bekannte Gesichter erwarten dich, stimmts?

Matze Haeder ist einer meiner besten Kumpels. Wir studieren auch zusammen und haben insgesamt fünf Jahre zusammen gespielt. Erst bei Arminie Bielefeld II, später in Verl. Julian Schmidt wohnt bei mir direkt um die Ecke und ist auch vier Jahre zusammen mit mir zum Training gefahren. Ansonsten freu ich mich noch auf Marco Kaminski, besser bekannt als Kuyt. Wir saßen bei Verl in der Kabine nebeneinander und Kuyt ist einfach ein WK-Typ (Weltklasse-Typ).

Düsseldorf wurde am letzten Wochenende von uns weniger spielerisch besiegt, sondern mit viel Leidenschaft niedergerungen. Ist das der Weg, den man weiterhin bestreiten muss?

Für uns ist es wichtig weniger Gegentore zu bekommen. Die Spielweise ist dabei ja egal. Wir erspielen uns in jedem Spiel Chancen, sodass ich mir sicher bin, dass wir noch einige Punkte vor dem Winter holen werden mit denen keiner rechnet. In dieser Liga sind immer Überraschungen möglich.