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Ahlen und Lippstadt gehen gemeinsame Wege

Zwei Vereine, ein Ziel: Eine stimmungsvolle, gewaltfreie Fanfreundschaft. Rot Weiss Ahlen und der SV Lippstadt 08 beschließen intensive sicherheitstechnische Zusammenarbeit. Anbei die Pressemitteilung:

Es ist eine gewachsene und sehr enge Freundschaft, die die Fans der beiden Vereine Rot Weiss Ahlen und SV Lippstadt 08 verbindet. Auch als die Klubs in unterschiedlichen Ligen zu Hause waren, demonstrierten die Fans aus beiden Lagern mit entsprechendem Support bei Heim- und Auswärtsspielen die Verbundenheit untereinander. Das Zusammengehörigkeitsgefühl geht weit über die eigentlichen Spiele hinaus; so treffen sich die Fans unter anderem zu Freizeitaktivitäten und offiziellen Veranstaltungen der jeweiligen Fangruppierung. Auf den ersten Blick eine sehr positive Verbindung, die beiden Vereinen in punkto Unterstützung ausschließlich zum Vorteil gereicht.

Mit zunehmender „Stärke“ der gemeinsamen Gruppierung kam es in der jüngeren Vergangenheit jedoch leider auch zu ungewünschten Auswüchsen, die in sinnfreien Gewaltaktionen einer Minderheit mündeten. Für die ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden Führungskräfte der beiden Vereine, die sich im Rahmen ihrer eingeschränkten zeitlichen und vor allem finanziellen Möglichkeiten keine „Rundum-Betreuung“ der gemeinsamen Fangruppierung leisten können, eine auf Dauer nicht mehr tragbare Situation. „Im Grunde genommen können wir immer nur reagieren, nicht präventiv arbeiten“, geben der 3. Vorsitzende von Rot Weiss Ahlen, Michael Schlieper, und SV 08-Präsident Thilo Altmann unisono zu Protokoll.

„Selbst die Aufarbeitung einzelner Geschehnisse ist nicht so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt, denn wir müssen mittlerweile ja nicht nur die eigenen Fans im Auge behalten, bzw. namentlich kennen, sondern die gesamte Gruppe. Darüber hinaus gibt es in der Oberliga generell keinen allgemeinen Datenabgleich, wie es in den höheren Ligen der Fall ist; selbst bundesweite Stadionverbote haben hier keine Gültigkeit. Wir können lediglich Haus- und Betretungsverbote für die eigenen Sportanlagen ausstellen, was den vollständigen Ausschluss von Problemfans per se unmöglich macht“, führt Schlieper aus.

„Wir haben die Ist-Situation ausführlich miteinander diskutiert und beschlossen, uns bestmöglich selber zu helfen“, so Thilo Altmann. „Konkret werden die Schlüsselstellen in beiden Vereinen, also Präsidium, Sicherheits- und Fanbeauftragte, nunmehr ganz eng zusammenarbeiten. Wir nehmen einen lückenlosen Datenaustausch vor, sprich: Wer im Zusammenhang mit RW Ahlen negativ in Erscheinung tritt und dort ein Haus- und Betretungsverbot erhält, darf mit der gleichen Reaktion aus Lippstadt rechnen. Gleiches gilt im Umkehrschluss. Zudem werden die beiden Vereine ab sofort alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen, um sich z. B. Verbandsstrafen durch ungebührliches Fanverhalten auf dem Wege der Schadenersatzklage von ermittelten Verursachern zurück zu holen. Zu guter Letzt werden wir speziell die anderen Vereine in unserer Liga anhalten, sich im Vorfeld der einzelnen Spieltage so eng wie möglich mit uns abzustimmen, um eventuelle Probleme bereits im Vorfeld lösen zu können. Wir haben hier eine Menge Erfahrung in der vergangenen Regionalliga-Saison sammeln können und werden diese bestmöglich und zum Vorteil aller auch in die Oberliga einbringen“, verspricht der SV 08-Präsident.

Sowohl Michael Schlieper als auch Thilo Altmann stellen abschließend klar, „dass unsere Fans in der überwiegenden Mehrheit einen hervorragenden Support leisten und damit eine der wichtigsten Säulen unserer Vereine sind! Auch ist das Thema ‚Gewalt‘ kein spezifisches bzw. ausschließliches Problem von Rot Weiss Ahlen und dem SV Lippstadt 08, aber wir stellen uns der Thematik und werden sie auch nicht schönreden. Wir stehen für eine stimmungsvolle, gewaltfreie Fanfreundschaft unserer Vereine und werden alles dafür tun, dieses Ziel auch zu erreichen.“