Ahlen verkauft sich teuer beim Favoriten in Essen

Am Ende steht ein 3:2 (1:2) für Essen und damit null Punkte. Dennoch kann Ahlen einiges aus Essen mitnehmen: Der Aufsteiger hat sich gegen den „haushohen Favoriten“ und Aufstiegsaspiranten Rot-Weiss Essen unter Flutlicht im Stadion an der Hafenstraße teuer verkauft, lag sogar zweimal in Führung. Die Notbremse durch Bennet Eickhoff und die damit verbundene rote Karte hat am Ende ein besseres Ergebnis verhindert. Coach Björn Mehnert war dennoch mehr als zufrieden: „Das war eine tolle Leistung. Ich bin stolz meine Jungs. Die haben sich auf der Rückfahrt ein Bier verdient.“

„Wir müssen defensiv wachsam sein, uns aber auch selbst Chancen erarbeiten“, hatte Mehnert vor Beginn der Partie gefordert. Und das taten seine Schützlinge. Bereits nach fünf Minuten klingelte es im Essener Tor. Koray Kacinoglu brachte die Ahlener in Führung und sorgte für Entsetzen auf Essener Seite. Auch nach dem Tor spielte Ahlen weiter mutig nach vorne, musste aber in der 19. Minute den Ausgleich durch Essens Marcel Platzek hinnehmen. Acht Minuten später sorgte Paolo Maiella für die erneute Ahlener Führung, die Ahlen dann auch in die Halbzeit mitnahm.

In der zweiten Halbzeit drückten die Hausherren aufs Tempo. Deren Sturm- und Drangphase wurde in der 51. Minute mit dem Ausgleich von Marco Kehl-Gomez belohnt. Ahlen war in der dieser Phase nur noch mit zehn Mann auf dem Platz, da Bennet Eickhoff zwei Minuten zuvor die Rote Karte für eine Notbremse kassiert hatte. Amará Condé zog dann in der 83. Minute aus 25 Metern voll ab – unhaltbar für Ahlens Bernd Schipmann, der zuvor durch einige Paraden die Essener Führung noch zu verhindern gewusst hatte. Doch Ahlen steckte nicht auf, hatte durch Phillip Abogaye sogar kurz vor Schluss noch einmal die Chance zum Ausgleich. „Insgesamt haben wir wenig zugelassen aus dem Spiel heraus, die Tore sind jeweils nach Standardsituationen gefallen“, sagte Ahlens Coach nach der Partie. „Wir haben zweimal verdient geführt“, so Mehnert weiter. Ahlen hat den „haushohen Favoriten“ Essen mehr als nur geärgert. „In den letzten acht Minuten hatten die Essener noch mal etwas Angst“, ist sich Mehnert sicher. Auch wenn die Ahlener keine Punkte aus Essen mitnehmen konnten, so haben sie trotz der Niederlage den Aufwärtstrend bestätigt und können optimistisch in das Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück (Samstag, 26. September, 14 Uhr) gehen.

Arda Nebi Bild: Sarah Wick