Zahlen, Daten, Fakten

Am Samstag, 5. September, starten wir unsere Saison auswärts beim Wuppertaler SV im Stadion am Zoo. Anstoß ist um 14.00 Uhr, wobei die Partie ohne Gästefans aus Ahlen stattfinden und voraussichtlich vor maximal 300 Zuschauern ausgetragen wird. Geleitet wird die Begegnung am Samstag vom Unparteiischen Luca Marx. Der 22-jährige Student wird dann erstmals ein Regionalligaspiel leiten. Er wurde erst vor wenigen Wochen in die vierte Liga befördert. Der Wuppertaler SV spielt seit 2016 wieder durchgängig in der Regionalliga West. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs im Frühjahr stand der frühere Bundesligist auf dem 13. Tabellenplatz. Der WSV beantragte aufgrund finanzieller Schwierigkeiten am 25.06.2020 beim Amtsgericht in Wuppertal eine Insolvenzeröffnung, die man in Eigenverwaltung abwickeln möchte. Obwohl die wirtschaftliche Lage angespannt ist und der WSV vor einer schwierigen Zukunftsplanung steht, möchte man sich sportlich darauf konzentrieren schnellstmöglich den Klassenerhalt zu erreichen. Für die Partie am Samstag ist der WSV dennoch in der Rolle als Favorit.

Für die sportlichen Ziele stehen Trainer Alexander Voigt (42 Jahre, als Spieler über 200 Pflichtspiele für den 1. FC Köln) namhafte Akteure zur Verfügung. So überraschte Wuppertal mit den Verpflichtungen von Kevin Rodrigues Pires (Preußen Münster), Tim Wendel (SF Lotte) und Jonas Erwig-Drüppel (RW Essen). Die drei Hoffnungsträger verfügen allesamt über viel Profierfahrung und kommen gemeinsam auf über 200 Partien in der 3. Liga. Mit einem Gesamtwert des Kaders von 1,73 Mio. € (Quelle: Transfermarkt.de) liegen die Rot-Blauen auf dem zehnten Rang in der Regionalliga West. Zum Vergleich: Rot Weiss Ahlen befindet sich mit 925 Tsd. € auf dem letzten Platz in dieser Statistik. Es gab bislang zwölf Pflichtspiele zwischen dem Wuppertaler Sportverein und Rot Weiss Ahlen. Die erste Partie fand im August 1996 statt (2:0 für Ahlen). Zuletzt trafen beide im Februar 2017 in der Regionalliga aufeinander (4:1 für Wuppertal). Fünf Begegnungen konnte der WSV gewinnen, in drei Fällen hieß der Sieger Ahlen. Vier Spiele endeten mit einem Unentschieden. Bei den Spielen beider Klubs sind häufig viele Tore gefallen. In sieben der zwölf Partien fielen mindestens vier Treffer. Auswärts im Stadion am Zoo konnten wir bislang einmal gewinnen, dafür aber deutlich: 2008 gewannen wir mit 4:0 beim WSV. Es war damals erst das achte Pflichtspiel von Marco Reus im RWA-Trikot.

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Zum 2. Spieltag werden wir am 12. September Alemannia Aachen im Wersestadion empfangen (Anstoß um 14.00 Uhr). Schiedsrichter wird Marcel Benkhoff sein, der RWA zweimal in der Oberliga geleitet hat. Dabei gab es für uns ein Remis und einen Sieg. Erst vor wenigen Tagen geriet die Alemannia eher unfreiwillig in die Schlagzeilen, als man im Landespokalfinale dem 1. FC Düren knapp unterlag. Der Sieger der Partie durfte sich auf den FC Bayern München im DFB-Pokal freuen. Die Aachener trafen bereits dreimal im Pokal auf den deutschen Rekordmeister und konnten die Bayern in zwei Fällen aus dem Wettbewerb schmeißen (2004 und 2006). Es waren die goldenen Zeiten, als Alemannia Aachen in der 1. Bundesliga spielte, im DFB-Pokalfinale stand und sogar international Deutschland im UEFA-Cup vertrat. Inzwischen hängt der Klub bereits seit 2013 in der vierten Liga fest. Die vergangenen drei Spielzeiten beendeten die Aachener jeweils auf dem sechsten Tabellenplatz. Wirklich nah dran war man in den letzten Jahren an einer Rückkehr in den Profifußball nicht, obwohl man es dem Verein wünschen würde. Alleine die Spielstätte der Alemannia, der 2009 eröffnete Tivoli, zählt mit 32.960 Plätzen zu den Top 20 der größten Stadien in Deutschland.

Der Traditionsklub wird in dieser Saison von Stefan Vollmerhausen trainiert. Der 47-Jährige war von 2012 bis 2018 beim Wuppertaler SV. Alemannia Aachen belegt beim Kaderwert mit 1,95 Mio. € den achten Rang. Mit einem Durchschnittsalter von 24,1 Jahren stellen die Schwarz-Gelben (die U23 Teams nicht berücksichtigt) das viertjüngste Team der Liga. In einer Statistik steht die Alemannia jedoch auf dem ersten Platz. Gegen keinen anderen Verein absolvierte unser Klub mehr Pflichtspiele als gegen Aachen. In 26 Partien standen sich Ahlen und Aachen bislang gegenüber. Im Oktober 1996 trafen beide Teams erstmals aufeinander. Zuletzt im April 2017. Sechs Spiele fanden in der damaligen Regionalliga West-Südwest statt und von 2015 bis 2017 traf man sich viermal in der Regionalliga West. 16 Spiele wurden hingegen in der 2. Bundesliga ausgetragen, teilweise vor über 20.000 Zuschauern. Aachen konnte bislang zwölf Duelle für sich entschieden. Ahlen gewann neun Partien und in fünf Fällen gab es keinen Sieger. Der letzte Vergleich im Wersestadion endete 1:1. Rene Lindner und Giuliano Nieddu standen damals bereits für uns auf dem Platz. Das Tor für RWA erzielte Cihan Yilmaz. Interessant: Es gibt keinen einzigen Spieler, der im Aachener Trikot mehr als zwei Mal gegen Ahlen spielte.