Dramatischer Pokalabend: RW nach 6:5-Elfmeterkrimi im Finale

Als Niklas Frede nach einer Ecke in der achten Minute die schnelle Ahlener Führung erzielte, schien der Pokalabend beim TuS Wadersloh einen wenig überraschenden Verlauf zu nehmen. Doch trotz Überlegenheit und dem 1:0 im Rücken, tat sich RWA an diesem Abend im Kreispokal-Halbfinale sichtlich schwer. Mit dem knappen 1:0 ging es auch in die zweite Halbzeit, in der Tim Lübbers einen Freistoß aus 25 Metern in den Winkel und an die Unterkante der Latte setzte. Ein traumhafter Ausgleich nach 47 Minuten. Nun nahm die Partie einen völlig skurrilen Verlauf, denn zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Christian Britscho bereits seine drei Ersatzspieler ins Rennen geschickt, als Marvin Schurig nach 55 Minuten mit muskulären Problemen wieder runter musste. Einige Minuten später rauschte Waderslohs Schlussmann Scholz ungestüm in Enes Güney. Der fällige Elfmeterpfiff blieb aus und auch Enes Güney musste verletzt raus (70.).

In doppelter Unterzahl wurde Keeper Bernd Schipmann eingewechselt. Rene Grabowski räumte seinen Platz zwischen den Pfosten, wechselte sein Torwart- gegen ein Feldspielertrikot und wurde in die Offensive geschickt. Doch es wurde sogar noch verrückter: In der Nachspielzeit gelang Timon Schmitz nach Vorlage von Sebastian Mai der Treffer zum 2:1 (90+2), doch nur wenige Augenblicke später schlug der stark agierende A-Ligist zurück und Julian Osburg erzielte den viel umjubelten 2:2-Ausgleich in letzter Sekunde (90+3). Die Verlängerung begann dann mit dem nächsten Schock aus RWA-Sicht, denn auch Lukas Berger konnte angeschlagen nicht mehr weitermachen (93.) und kurz darauf brauchte auch Luca Steinfeldt nach einem Zusammenstoß im Strafraum eine fünfminütige Behandlungspause. Zu diesem Zeitpunkt stand unsere Mannschaft nur noch mit sieben Feldspielern auf dem Platz.

Trotz der klaren Unterzahl und zwischenzeitlicher Torchancen des TuS, erspielte sich unser Team in der Schlussphase der Verlängerung aber noch einige Möglichkeiten und drängte auf eine Vorentscheidung, doch die Jungs aus Wadersloh, die aufopferungsvoll kämpften und den heimischen Fans eine großartige Leistung boten, konnten sich ins Elfmeterschießen retten. Die ersten drei Schützen beider Teams verwandelten sicher (Höveler, Schmitz und Eickhoff für Ahlen). Dann setzte Sebastian Mai seinen Elfer über das Tor, doch auch der folgende Schütze der Gastgeber zielte zu ungenau und verschoss. Nachdem Ismail Budak verwandelte, war es schließlich Bernd Schipmann, der den fünften Versuch der Wadersloher parierte und dafür sorgte, dass Rot Weiss Ahlen nach einem verrückten Pokalabend doch noch das Finalticket lösen konnte, obwohl dieses aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle teuer erkauft wurde.

Das Endspiel (Der Gegner wird noch ermittelt) findet im Frühjahr 2020 statt. Weiter geht es für unser Team mit dem letzten Heimspiel des Jahres, zu dem der Holzwickeder SC ins Wersestadion kommt (Sonntag, 1. Dezember um 14:30 Uhr). #nurgemeinsam

Rot Weiss Ahlen: Grabowski – Güney, Frede, Lindner (46. Höveler), Berger – Mai, Schmitz, Budak – Cömcü (46. Eickhoff), Steinfeldt, Zengin (46. Schurig; 76. Schipmann)

Tore: 1:0 Frede (8.), 1:1 Lübbers (47.), 2:1 Schmitz (90+2), 2:2 Osburg (90+3)

Elfmeterschießen: 3:2 Höveler, 3:3 Soumah, 4:3 Schmitz, 4:4 Bücker, 5:4 Eickhoff, 5:5 Krumkamp, Mai verschießt, Osburg verschießt, 6:5 Budak, Kluba scheitert an Schipmann

Schiedsrichter: Hüseyin Sahin